Bund der Selbständigen

BDS findet Unterstützer in der Politik

Der Bund der Selbständigen Deutschland e.V. befürchtet die Einführung einer Rentenversicherungspflicht durch die Hintertür, sollte die Bundesregierung tatsächlich ihren Plan zur Altersvorsorgepflicht für Selbständige umsetzen. Wie bereits berichtet, hat der BDS Deutschland e.V. mit diversen anderen Verbänden zusammen ein Forderungspapier erarbeitet und der CDU/CSU Bundestagsfraktion vorgestellt.

Jetzt sprachen Vertreter des BDS Deutschland e.V. mit dem Hauptgeschäftsführer der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU, Thorsten Alsleben, der sich vielen Positionen der BDS Vertreter anschließen konnte. Denn die Daten, auf deren Grundlage die Aussagen zur Altersarmut bei Selbständigen basieren, sind unzureichend oder sogar falsch. Das Bundesarbeitsministerium geht von mehreren Millionen Selbständigen aus, die vonAltersarmut bedroht sind. Allerdings sind die Zahlen der Selbständigen, die in Altersarmut geraten, niedriger als bei Angestellten. Der BDS Deutschland e.V. schätzt, dass ca. 250.000 Selbständige tatsächlich betroffen sind. Denn die Selbständigen haben statistisch gesehen viermal mehr Vermögen als Menschen, die angestellt gearbeitet haben. Eine gesetzliche Regelung ist deswegen aus Sicht des BDS Deutschland e.V. nicht notwendig. Vielmehr müsse man Selbständigen in Branchen mit geringerer Entlohnung ermöglichen, trotz allem genug Geld übrig zu haben, um selbst vorzusorgen. Durch steuerliche Belastungen und bürokratischeAuflagen ist dies häufig nicht der Fall.

Zusätzlich befürchtet der BDS Deutschland e.V. durch die Einführung einer Altersvorsorgepflicht einen Rückgang der Existenzgründungen und damit eine Schwächung der deutschen Wirtschaft. Auch Thorsten Alsleben von der MIT sieht die Gefahr einer zusätzlichen Belastung von Selbständigen und einen negativen Effekt auf Existenzgründungen und Innovationen in Deutschland. „Mit unseren Argumenten sind wir bei der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigungder CDU/CSU auf großes Verständnis gestoßen.“, sagt Liliana Gatterer, Präsidentin des Bund der Selbständigen Deutschland.