Der Landesverbandstag 2026 zeigt, wie Mittelstand mit Komplexität umgehen und anpassungsfähig bleiben kann

Das Wichtigste auf einen Blick:
- Am 9. Oktober 2026 lädt der BDS SH zum Landesverbandstag auf den GreenTEC Campus in Enge-Sande ein – Leitmotiv: Komplexität und Anpassung.
- Steigende Energiekosten, neue Vorschriften und der Fehmarnbelttunnel machen Anpassungsfähigkeit 2026 zur wichtigsten unternehmerischen Fähigkeit.
- Zwei Fachvorträge, eine Live-Führung über ein einzigartiges Technologiegelände und die ABIS-Präsentation liefern Inspiration und Impulse für den eigenen Betrieb.
- Frühbucherpreis (29 statt 39 Euro) nur bis 30. September 2026 – Anmeldung im Mitgliederportal.
Landesverbandstag 2026: Komplexität und Anpassung erleben
Vor rund 15 Jahren lagerte auf einem Gelände in Enge-Sande noch Munition der Bundeswehr. Heute entsteht dort im Kleinformat die Energiezukunft Norddeutschlands – und der Campus ist gleichzeitig Bildungsort für Fachkräfte, Feuerwehren und Spezialeinheiten sowie für Nachhaltigkeitsbildung allgemein. Genau dorthin lädt der BDS SH am 9. Oktober 2026 zum diesjährigen Landesverbandstag ein.
Warum ist „Komplexität und Anpassung“ 2026 kein Buzzword, sondern dein Alltag?
Weil du längst mittendrin steckst: Energiepreise, die sich von Monat zu Monat kaum noch kalkulieren lassen, Vorschriften, die sich ändern, bevor du die letzten verstanden hast, und mit dem Fehmarnbelttunnel bald neue Nachbarn, neue Kundschaft und neue Konkurrenz aus Dänemark gleichzeitig.
Der BDS SH und der GreenTEC Campus verbindet seit Längerem eine strategische Partnerschaft mit einem klaren Ziel: die unternehmerische Resilienz von Kleinstunternehmen und klassischem, inhabergeführtem Mittelstand zu stärken. Resilienz heißt dabei nicht, Risiken auszusitzen, sondern Strukturen zu schaffen, die auch dann tragen, wenn ein Plan nicht aufgeht – Puffer statt Optimierung auf Kante, Netzwerke statt Einzelkämpfertum. Schon der Landesverbandstag 2025 stand unter diesem Vorzeichen; 2026 gehen wir mit „Komplexität und Anpassung“ den nächsten, konkreteren Schritt: weniger Diagnose, mehr Werkzeugkasten – ein Nachmittag, der zeigt, wie sich Anpassungsfähigkeit tatsächlich anfühlt, nicht nur, warum man sie braucht.

Warum ausgerechnet der GreenTEC Campus – und warum lohnt sich die Anreise?
Weil hier, auf privatem Gelände und fernab vom öffentlichen Genehmigungsdickicht, ein Motto gilt, das man woanders nur behauptet: Anpacken statt lang schnacken. Zukunftstechnologien kommen hier vom Prototyp zur Marktreife – ein lebendiges Beispiel für das Tagesthema, bevor überhaupt ein Wort gesprochen wird.
Bei der Führung ab 14:30 Uhr erlebst du beispielsweise: ein Rechenzentrum, das von außen sichtbar über eine Algenfarm gekühlt wird und dabei CO₂ bindet, statt nur Energie zu verbrauchen (Windcloud). Ein autarkes Inselnetz mit intelligentem Energiemanagement – eines der aktuell spannendsten Vorzeigeprojekte des Campus. Schwungradspeicher, der Batterien im Netzhochlauf und im Inselnetzbetrieb unterstützt (Adaptive Balancing Power). Kleinwindanlagen, die zeigen, dass Windenergie nicht nur etwas für Großprojekte ist (EasyWind). Eine Agri-Solar-Fläche, auf der sich Stromerzeugung und Landwirtschaft unter denselben lichtdurchlässigen Solarmodulen verbinden lassen (GreenTEC SUNfarming). Dazu einen kurzen Einblick in den Trainingsbetrieb des Campus als Bildungsort für Fachkräfte und Einsatzkräfte. Krönender Abschluss der Führung: eine Live-Blackout-Simulation mit ABIS und Info-Trailer – ein erster Vorgeschmack auf die ABIS-Präsentation um 17:45 Uhr. Der Campus versteht sich selbst als „Living Lab“, nicht als Ausstellungsfläche.
Seit August 2025 bündeln rund 30 Unternehmen ihre Kräfte in der neu gegründeten „GreenTEC Allianz“ – der Campus ist damit längst kein Einzelprojekt mehr, sondern ein wachsendes Ökosystem mit dem BDS SH als einem der Partner. Für dich heißt das: Du gehst nicht in einen Vortragssaal, sondern auf ein rund 130 Hektar großes Gelände, auf dem sich besichtigen lässt, was in der Theorie oft abstrakt bleibt.

Was bringt dir der Hauptvortrag über Komplexität und Anpassung konkret?
Er übersetzt aktuelle Erkenntnisse der Wirtschaftsforschung zu komplexen Systemen in klare Handlungsprinzipien für den Mittelstand: Warum starre Planung heute riskanter ist als Flexibilität, und wie du dein Unternehmen so aufstellst, dass es auch unter Schocks funktionsfähig bleibt.
Stell dir vor, dein wichtigster Zulieferer fällt drei Monate aus, oder ein neues Gesetz verändert über Nacht deine Kalkulation. Klassische Planung würde versuchen, solche Fälle möglichst vollständig vorherzusehen. Resilientes, an Komplexität geschultes Denken setzt woanders an: Es fragt, wie ein Betrieb so gebaut sein kann, dass er auch von unvorhergesehenen Störungen nicht aus der Bahn geworfen wird – durch mehrere Bezugsquellen statt eines Alleinlieferanten, durch finanzielle Puffer statt Vollauslastung jedes Cents, durch Netzwerke, auf die man im Ernstfall zurückgreifen kann. Die Referent:in für diesen Programmpunkt geben wir in Kürze bekannt; die Richtung des Impulses steht schon jetzt fest, und sie ist unmittelbar auf dein Tagesgeschäft übertragbar, nicht nur auf Konzernstrategien.

Was hat eine gemeinsame Strompreiszone mit Dänemark mit deiner Stromrechnung zu tun?
Rund ein Drittel deines Strompreises sind reine Netzkosten – unabhängig davon, wie viel Windstrom gerade tatsächlich in Schleswig-Holstein produziert wird. Genau hier setzt der zweite Fachimpuls an.
Schleswig-Holstein erzeugt heute mehr Windenergie, als die Region selbst verbraucht – trotzdem zahlst du denselben bundeseinheitlichen Strompreis wie ein Betrieb in Süddeutschland. Nicht nur in der Bundespolitik, auch auf Wirtschaftsseite wird das diskutiert: Die IHK Schleswig-Holstein hat 2026 selbst ein Konzept für eine eigene, regionale Strompreiszone vorgelegt, die Schleswig-Holstein, Hamburg und Dänemark-West enger koppeln würde – mit dem Ziel, den Standortvorteil günstiger, reichlich vorhandener Windenergie auch tatsächlich bei Betrieben vor Ort ankommen zu lassen. Der BDS SH bezieht dazu bewusst keine parteipolitische Position; der Impuls soll dir stattdessen die wirtschaftlichen Mechanismen dahinter verständlich machen, damit du die Diskussion für dein eigenes Kostenmanagement einordnen kannst. Auch hier: Referent:in wird in Kürze bestätigt.

Was hat der Fehmarnbelttunnel mit deinem Geschäftsmodell zu tun?
Mehr, als es auf den ersten Blick scheint: Schon jetzt sind rund 36 Firmen aus Schleswig-Holstein als Subunternehmer am Tunnelbau beteiligt, und nach der Eröffnung verkürzt sich die Fahrzeit von der bisherigen Fähre (45 Minuten) auf wenige Minuten Tunnelfahrt – mit direkten Folgen für Handwerk, Handel, Gastronomie und Dienstleister in der Region.
Der ursprünglich für 2029 geplante Eröffnungstermin hat sich nach Angaben des Betreibers Femern A/S zwar auf „nicht vor 2031″ verschoben – die Wirtschaftsregion verändert sich aber schon heute. Bauaufträge, neue Zulieferbeziehungen und eine wachsende Zahl deutsch-dänischer Netzwerke wie der Fehmarnbelt Business Council oder HanseBelt schaffen Kontaktpunkte, die kleine und mittlere Betriebe nutzen können – vom Tourismus über Handwerksleistungen bis zu grenzüberschreitenden Kooperationen. Genau an diesem Punkt setzt auch die für die anschließende Landesversammlung vorgeschlagene, bewusst vorsichtige Öffnung des BDS SH Richtung Fehmarnbelt-Region und Dänemark an – als erster, mitgliedergetragener Schritt, nicht als fertige Lösung.

Wie verdient ein Werbebildschirm Geld – und schützt gleichzeitig die Bevölkerung?
Indem er mehrere Rollen in einem einzigen Gerät vereint: im Alltag Sichtbarkeit, Spielstandsanzeige am Sportplatz und Werbeeinnahmen für lokale Unternehmen, im Ernstfall eine autarke Informationsquelle bei großflächigem Stromausfall.
Um 17:45 Uhr stellen Marten Jensen (GreenTEC Campus) und Andreas Jablonski (ABIS) dieses werbefinanzierte Modell vor – ein anschauliches Beispiel dafür, wie unternehmerisches Denken und Bevölkerungsschutz sich nicht ausschließen, sondern im besten Fall gegenseitig tragen. Konkrete Zahlen zum Geschäftsmodell besprechen die beiden live vor Ort; pauschale Ertragsversprechen können und wollen wir an dieser Stelle nicht machen.

Fazit: Was du jetzt tun solltest
„Komplexität und Anpassung“ ist am 9. Oktober 2026 kein Konferenzthema nur zum Zuhören, sondern ein Nachmittag zum Anfassen, Fragen und Mitnehmen – von der Technologie auf dem Campus bis zu sofort umsetzbaren Denkanstößen für deinen eigenen Betrieb.
Wer nach dem Impuls direkt an der eigenen Krisenfestigkeit weiterarbeiten möchte, findet im INQA-Coaching des BDS SH eine praktische Anschlussmöglichkeit INQA-Coaching
Sichere dir jetzt deinen Platz: Bis zum 30. September 2026 zahlst du den Frühbucherpreis von 29 statt 39 Euro (Begleitung: 19 Euro).
Anmeldung erforderlich! Die Teilnehmerzahl ist begrenzt!
Jetzt anmelden: >> Landesverbandstag 2026 <<
Mitglied und an der Zukunft des Verbands interessiert? Im Anschluss an den Landesverbandstag lädt der BDS SH ab 18:30 Uhr zusätzlich zur außerordentlichen Landesversammlung – mit einer wegweisenden Satzungsreform. Details dazu in der separaten Einladung.



