Dein E-Auto kann mehr als fahren.
Kurz gesagt
- Fahrzeug und Wallbox müssen als Kombination freigegeben sein.
- Im eigenen Betrieb ist der Nutzen heute am größten.
- Notstrom gibt es nur mit einer dafür ausgelegten Kombination.
Was heißt bidirektionales Laden?
Strom für Geräte (V2L)
Strom für den Betrieb (V2H)
Strom fürs Netz (V2G)
Was brauche ich dafür?
Ein freigegebenes Fahrzeug, eine passende bidirektionale Wallbox und eine Steuerung, die weiß, wann geladen und wann entladen wird. Entscheidend ist die Kombination: Hersteller geben bestimmte Fahrzeuge nur für bestimmte Wallboxen frei.
Für die Einspeisung ins Netz kommen ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) und ein Anbieter dazu, der den Strom abrechnet. Die Anlage plant und meldet ein Elektrofachbetrieb beim Netzbetreiber an.
Frag vor dem Kauf eines Fahrzeugs nach: Ist bidirektionales Laden freigegeben, mit welcher Wallbox, und was sagt die Batteriegarantie dazu?
Was hat sich 2026 geändert?
Die größte Hürde ist gefallen: Für Strom, der im Auto zwischengespeichert und später wieder ins Netz gegeben wird, fallen die Netzentgelte seit 2026 nicht mehr doppelt an. Grundlage ist eine Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes vom November 2025 (§ 118 Abs. 6 EnWG).
Die Bundesnetzagentur hat 2026 die Abläufe für die Abrechnung solcher Speicher festgelegt, und erste Fahrzeughersteller kündigen Angebote an. In der Praxis ist vieles noch im Aufbau, vor allem bei Netzbetreibern und Abrechnung (Stand 18.10.2026).
Für den eigenen Betrieb, also ohne Einspeisung ins Netz, spielt das kaum eine Rolle. Dort zählt vor allem, wie viel eigenen Solarstrom du so nutzen kannst.
Kann das E-Auto bei Stromausfall den Betrieb versorgen?
Nur mit einer Kombination, die dafür ausgelegt ist, und nur, wenn das Auto vor Ort und geladen ist. Viele bidirektionale Systeme schalten bei einem Netzausfall ab, genau wie eine Solaranlage ohne Notstromfunktion.
Wer das Auto als Reserve einplanen will, sollte klären, was bei einem Ausfall laufen muss und wie lange. Mehr dazu auf unseren Seiten Strom selbst erzeugen und speichern und Resilienz & Krisenvorsorge.
Schadet das der Batterie?
Etwas, aber nach bisherigen Studien nur moderat. Die Forschungsstelle für Energiewirtschaft kommt in ihren Rechnungen auf weniger als 20 zusätzliche volle Ladezyklen pro Jahr.
Wichtiger als die Technik ist die Garantie: Lass dir vom Hersteller schriftlich bestätigen, dass bidirektionales Laden die Batteriegarantie nicht einschränkt.
Passt das zu meinem Betrieb?
Stehen die Fahrzeuge da?
Gibt es eigenen Strom?
Sind Auto und Wallbox freigegeben?
Sind Garantie und Abrechnung geklärt?
Mehr zum Thema Energiekosten
Das E-Auto als Speicher ist ein Baustein unter mehreren. Wie eigener Solarstrom und ein fester Speicher dazu passen, liest du auf Strom selbst erzeugen und speichern. Alles zu Energiekosten, mit Fachleuten aus der Community und dem Fördermittel-Lotsen, findest du auf unserer Seite Energiekosten senken. Sonderkonditionen für Fahrzeuge findest du bei unseren Rahmenverträgen.
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Zum Einstieg empfehlen wir: Das E-Auto als Energiespeicher

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