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Erst der Check, dann die Lösung: Hilfe für Betriebe im Norden

Titelbild: Praxis-Check mit abgehakten Punkten führt zum Gespräch, Titel „Erst der Check, dann die Lösung“

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Wer einen Betrieb führt, findet viele Anlaufstellen, aber wenig Orientierung. Und „Berater“ darf sich jede und jeder nennen.
  • Die Offensive Mittelstand bietet kostenfreie Praxis-Checks. Mit ihnen siehst du selbst, wo dein Betrieb steht, bevor du ein Beratungsgespräch führst.
  • Der BDS SH ist Partner der Offensive Mittelstand und arbeitet als Lotse: Du kommst mit deinem Anliegen, wir bringen dich zur passenden Kompetenz.
  • Dein erster Schritt: einen Check machen und das Ergebnis in einer kostenfreien Erstberatung besprechen.

Du willst Fachkräfte halten, die Nachfolge regeln oder digitaler arbeiten. Du fragst bei der Kammer, liest Förderseiten und bekommst drei Empfehlungen für Beratende. Am Ende weißt du mehr über Anlaufstellen als über deinen eigenen Betrieb.

Genau dieses Durcheinander wollen die Partner der Offensive Mittelstand auflösen. Der BDS SH ist einer davon. Hier liest du, was die Partnerschaft dir als Betrieb bringt und wie dein erster Schritt aussieht.

Was ist die Offensive Mittelstand?

Die Offensive Mittelstand ist eine bundesweite Initiative für gute Unternehmensführung in kleinen und mittleren Betrieben. Sie ist aus der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) hervorgegangen und wird heute von der gemeinnützigen Stiftung „Mittelstand – Gesellschaft – Verantwortung“ getragen.

Laut INQA engagieren sich über 400 Partnerorganisationen, darunter Kammern, Verbände, Sozialpartner, Sozialversicherungen und Forschungseinrichtungen. Gemeinsam haben sie Praxisstandards entwickelt, an denen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite beteiligt waren. Diese Standards stecken in den Checks.

Was bringen dir die Praxis-Checks?

Ein Check ist ein strukturierter Fragebogen zu einem Thema deines Betriebs. Du füllst ihn selbst aus und siehst danach, wo du gut aufgestellt bist und wo es hakt. Die Checks sind kostenfrei, und du brauchst dafür keine Mitgliedschaft.

Drei Beispiele:

  • INQA-Unternehmenscheck „Guter Mittelstand“: der Überblick über die wichtigsten Felder der Unternehmensführung
  • Check „Arbeit 4.0“: wo die Digitalisierung deine Arbeitsabläufe verändert
  • INQA-Check Personalführung: wie du Mitarbeitende führst, bindest und entwickelst

Der Vorteil liegt im Gespräch danach. Du kommst nicht mit einem diffusen Gefühl in die Beratung, sondern mit einem Ergebnis. Du entscheidest selbst, wo du anfängst, und niemand muss erst bei null fragen. Alle Checks findest du bei der Offensive Mittelstand.

Woran erkennst du eine gute Beratung?

Die Bezeichnung „Berater“ ist nicht geschützt. Einen Anhaltspunkt gibt das Label der Offensive Mittelstand. OM-Beraterinnen und OM-Berater erfüllen feste Mindestkriterien, arbeiten mit den Praxis-Checks und erneuern ihre Autorisierung alle zwei Jahre.

Woran du eine gute Beratung erkennst: OM-Label, Referenzen, Ablauf vorher klären, Ergebnis aus dem Check mitbringen

Zu den Kriterien gehören:

  • ein akademischer Abschluss oder eine Berufsausbildung mit mindestens fünf Jahren Berufstätigkeit danach
  • mindestens drei Jahre Erfahrung in der Beratung
  • drei Referenzen aus der Beratungspraxis
  • die Zusammenarbeit mit anderen OM-Beratenden, wo die eigene Erfahrung nicht reicht

Das Label ersetzt nicht dein eigenes Urteil. Frag nach Referenzen aus Betrieben wie deinem und danach, wie die Beratung abläuft. Autorisierte Beratende findest du bundesweit in der Beratendendatenbank der Offensive Mittelstand. Wie Beratende das Label bekommen, erklärt unser Beitrag OM-Beraterin oder OM-Berater werden.

Was heißt es, dass der BDS SH als Lotse arbeitet?

Du kommst mit deinem Anliegen, nicht mit der richtigen Zuständigkeit. Der BDS SH hört zu, ordnet ein und bringt dich zur passenden Kompetenz: zu Fachleuten aus unserer Community, zu einem anderen Partner der Offensive Mittelstand oder in ein gefördertes Programm.

Dieses Prinzip haben die Partner der Offensive Mittelstand gemeinsam vereinbart. Ihr Strategiekreis hat die Vereinbarung zur Zusammenarbeit in den Regionen 2021 einstimmig beschlossen. Vier Grundsätze daraus prägen unsere Arbeit:

  • Vom Betrieb aus denken. Die Zusammenarbeit richtet sich nach deinem Anliegen, nicht nach den Angeboten der Partner.
  • Kräfte bündeln. Oft arbeiten dieselben Akteure in mehreren Netzwerken einer Region. Die Partner wollen das bündeln, statt Parallelstrukturen aufzubauen.
  • Kontakt herstellen. Wer berät, verweist bei Bedarf auf die Angebote anderer Partner und stellt den Kontakt her. Du musst nicht von Tür zu Tür laufen.
  • Nah bleiben. Regionale Zusammenarbeit funktioniert, wenn man sich ohne großen Aufwand persönlich treffen kann.

Im Norden gibt es bereits gute Netzwerke, etwa rund um Kammern, Wirtschaftsförderungen, Krankenkassen oder die Agentur für Arbeit. Wir wollen sie nicht ersetzen, sondern ergänzen und mit ihnen zusammenarbeiten. Alexander Schilling, Beauftragter des Vorstands für Kooperationen und Unternehmensvernetzung, will dazu gemeinsame Netzwerktreffen in Präsenz anstoßen, auch mit Handels- und Gewerbevereinen vor Ort.

Das Lotsenprinzip ist auch eine der drei Säulen unseres Angebots: der Fördermittel-Lotse. Er bietet Orientierung, ein Erstgespräch und die Vermittlung an passende Programme und Partner.

Wie sieht dein Weg konkret aus?

In drei Schritten: Check machen, Ergebnis besprechen, umsetzen. Die ersten beiden Schritte sind kostenfrei und auch ohne Mitgliedschaft möglich.

Dein Weg in drei Schritten: Check machen, Ergebnis besprechen, umsetzen. Schritt 1 und 2 sind kostenfrei
  1. Check machen. Wähle den Check, der zu deinem Anliegen passt, und fülle ihn online aus.
  2. Ergebnis besprechen. In einer kostenfreien Erstberatung schaust du mit uns auf dein Ergebnis und klärst, was als Nächstes sinnvoll ist. Du fragst sie über das Formular auf unserer Seite zur Offensive Mittelstand an. Die Kooperation koordiniert Jürgen Wirobski, Unternehmensberater, Beisitzender im Vorstand und Sprecher der Kooperation mit der Offensive Mittelstand.
  3. Umsetzen. Je nach Anliegen mit Fachleuten aus unserer Community, mit einem geförderten INQA-Coaching oder mit Konditionen aus unseren Rahmenverträgen. Beim INQA-Coaching übernimmt die Förderung bis zu 80 Prozent der Beratungskosten. Ob gefördert wird, entscheidet die Förderstelle.

Fazit: Eine Tür statt vieler

Du musst nicht wissen, wer zuständig ist. Du musst nur wissen, was dich gerade bremst. Ein Praxis-Check macht das sichtbar, die Erstberatung sortiert den nächsten Schritt, und wir bringen dich zur passenden Kompetenz.

Mehr zur Partnerschaft mit der Offensive Mittelstand

Häufige Fragen

Was kostet ein Praxis-Check?

Nichts. Die Checks der Offensive Mittelstand sind für Betriebe kostenfrei. Du füllst sie online aus.

Muss ich Mitglied im BDS SH sein?

Für die Checks und die Erstberatung nicht. Die Rahmenverträge und viele Angebote der Community richten sich an Mitglieder.

Bin ich nach dem Check zu etwas verpflichtet?

Nein. Das Ergebnis gehört dir. Ob und mit wem du weitermachst, entscheidest du.

Was ist der Unterschied zwischen der Offensive Mittelstand und INQA?

Die Offensive Mittelstand ist aus der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) hervorgegangen und gibt unter anderem INQA-Checks heraus. Das INQA-Coaching ist ein eigenes Förderprogramm. Der BDS SH ist dafür Anlaufstelle.

Was bedeutet Lotse bei der Offensive Mittelstand?

Wer berät, bringt bei Bedarf die Kompetenzen verschiedener Partner zusammen und stellt den Kontakt her. So haben es die Partner der Offensive Mittelstand 2021 für die Zusammenarbeit in den Regionen vereinbart.

Wer entscheidet über eine Förderung?

Die jeweilige Förderstelle. Wir helfen dir bei der Orientierung, können eine Förderung aber nicht zusagen.

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