Kurz gesagt: Der Norden endet für den BDS SH nicht an der Staatsgrenze. Zusammenarbeit mit Dänemark findet heute vor allem in der deutsch-dänischen Grenzregion statt, rund um Flensburg und Sønderjylland. Mit dem Fehmarnbelttunnel kommt voraussichtlich ab 2031 ein zweiter Weg dazu. Er ersetzt nichts. Bevor wir Angebote planen, fragen wir dich: Was brauchst du?
Zwei Wege nach Dänemark
Die Grenzregion ist das Fundament. Seit 1997 arbeiten Schleswig und Sønderjylland als Region Sønderjylland-Schleswig zusammen, mit einem Regionskontor in Padborg. Viele Menschen pendeln täglich über die Grenze. Betriebe in Flensburg, Aabenraa, Sønderborg oder Tønder kennen einander, Sprache und Kultur sind vertraut. Hier findet Zusammenarbeit schon heute statt.
Der Fehmarnbelt ist ein neuer Weg. Zwischen Fehmarn und Lolland entsteht ein 18,1 Kilometer langer Tunnel für Straße und Schiene. Nach Angaben der Deutschen Bahn soll er voraussichtlich 2031 in Betrieb gehen. Mit dem Zug dauert die Fahrt dann sieben Minuten, mit dem Auto etwa zehn. Die Anbindung im Hinterland wird möglicherweise erst später fertig.
Der Fehmarnbelt kommt dazu. Er ersetzt nichts.
In Flensburg gibt es die Sorge, dass Verkehr und Geschäfte mit dem Tunnel nach Osten wandern. Ob das so kommt, kann heute niemand sicher sagen. Klar ist etwas anderes: Die Erfahrung aus der Grenzregion wird gebraucht.
Wer in Flensburg oder Sønderborg schon über die Grenze arbeitet, weiß, wie das im Alltag geht. Betriebe am Fehmarnbelt fangen damit gerade erst an. So werden Betriebe aus der Grenzregion zu Brückenbauern. Und wer heute über Flensburg mit dänischen Partnern arbeitet, erreicht ab 2031 auch Lolland, Seeland und Kopenhagen leichter.
Was Zusammenarbeit über die Grenze bringen kann
- Kundschaft: neue Aufträge auf der anderen Seite der Grenze.
- Zulieferer und Partner: mehr Auswahl und weniger Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten.
- Fachkräfte: gemeinsame Ausbildung, Praktika und Austausch.
- Krisenvorsorge: Energie, Stromausfall und Notfallpläne über die Grenze hinweg denken.
- Gemeinsam statt allein: Kleine Betriebe, die sonst miteinander konkurrieren, bewerben sich zusammen um Aufträge, die einer allein nicht stemmen kann.
Das stärkt die Widerstandskraft deines Betriebs. Und es stärkt die Region, auf beiden Seiten der Grenze.
Was der BDS SH tut und was nicht
Wir bringen Menschen zusammen: im MeetingPoint, jeden Donnerstag von 17 bis 18 Uhr, und in unserer Community. Wir beraten nicht zu dänischem Recht, dänischen Steuern oder dänischer Förderung. Feste Angebote planen wir erst, wenn wir wissen, was du wirklich brauchst.
Jetzt zählt deine Stimme
Beim MeetingPoint am 15. Oktober haben wir drei Fragen dazu zum ersten Mal gestellt. Jetzt fragen wir alle Mitglieder und alle, die mit uns arbeiten. Drei Fragen, ohne Namen, in einer Minute erledigt. Die Umfrage läuft bis zum 13. November 2026. Das Ergebnis veröffentlichen wir im Newsletter und hier im Blog.
Du möchtest lieber direkt sprechen oder suchst schon jetzt einen bestimmten Kontakt? Dann schreib uns an info@bds-sh.de.


