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OM-Beraterin oder OM-Berater werden: Nutzen, Ablauf, Kosten

Titelbild: Siegel „OM autorisiert“ mit Hinweis „2 Jahre“, Titel „OM-Beraterin oder OM-Berater werden“

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Betriebe können vorher kaum erkennen, ob eine Beratung gut ist. Die Bezeichnung „Berater“ ist nicht geschützt.
  • Die Autorisierung der Offensive Mittelstand ist ein eintägiges Seminar. Danach führst du zwei Jahre das Label „OM-Beraterin“ oder „OM-Berater“ und stehst in der bundesweiten Beratendendatenbank.
  • Der BDS SH ist Partner der Offensive Mittelstand. Wer berät, arbeitet dort im Netzwerk und nicht allein.
  • Als Professional in der BDS SH Community wirst du zusätzlich im Norden gefunden. Als ordentliches Mitglied kostet dich das nichts extra.

Ein Betrieb sucht Hilfe bei der Nachfolge. Er findet zehn Beratende, alle mit einer guten Website. Woran erkennt er, wer sauber arbeitet? Genau hier setzt die Autorisierung der Offensive Mittelstand an.

Hier liest du, was die Autorisierung bringt, wie du sie bekommst und wie sie mit der BDS SH Community zusammenspielt. Wir beschreiben das so neutral wie möglich, denn ob sie für dich passt, entscheidest du.

Was ist eine OM-Beraterin oder ein OM-Berater?

OM-Beratende sind Beraterinnen, Berater und Coaches, die von der Offensive Mittelstand autorisiert wurden. Sie arbeiten mit den Praxis-Checks der Initiative und tauschen sich regelmäßig mit Kolleginnen und Kollegen aus. Die Autorisierung gilt zwei Jahre, eine Re-Autorisierung verlängert sie um weitere zwei Jahre.

Die Offensive Mittelstand ist eine bundesweite Initiative für kleine und mittlere Betriebe. Sie ist aus der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) hervorgegangen. Heute trägt sie die gemeinnützige Stiftung „Mittelstand – Gesellschaft – Verantwortung“. Laut INQA engagieren sich über 400 Partnerorganisationen.

Was bringt dir die Autorisierung?

Vor allem Vertrauen und Sichtbarkeit. Du darfst zwei Jahre mit dem Label werben und wirst in die OM-Beratendendatenbank aufgenommen. Dazu kommen geprüfte Werkzeuge für deine Beratung und Kolleginnen und Kollegen aus anderen Fachrichtungen.

  • Ein Zeichen, das Betriebe verstehen. Das Label zeigt, dass du mit anerkannten Praxisstandards arbeitest und durch die Re-Autorisierung am Ball bleibst.
  • Gefunden werden. In der Datenbank suchen Betriebe nach Thema und Region.
  • Werkzeuge, die Gespräche öffnen. Checks, One-Pager, Factsheets und die OM-Zeichen geben deiner Beratung einen klaren Rahmen.
  • Ein Netzwerk, das miträgt. Wo dir Erfahrung fehlt, arbeitest du mit anderen OM-Beratenden zusammen. Das gehört zu den Spielregeln.

Ehrlich gesagt: Das Label ist kein staatliches Zertifikat und keine Auftragsgarantie. Es beruht auf Mindestkriterien und regelmäßigem Austausch. Aufträge entstehen weiterhin dort, wo Betriebe dich kennen und dir vertrauen.

Wie wirst du OM-Beraterin oder OM-Berater?

Du bewirbst dich bei der Offensive Mittelstand, nennst drei Referenzen und besuchst ein eintägiges Autorisierungsseminar, meist online. Laut Offensive Mittelstand kostet das Seminar bei jedem Anbieter 335 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer (Stand Oktober 2026). Die Re-Autorisierung kostet dasselbe.

In vier Schritten zur Autorisierung: bewerben, Seminar, Label und Datenbank, Re-Autorisierung. Kosten 335 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer

Diese Voraussetzungen nennt die Offensive Mittelstand:

  • Du erkennst ihre Grundprinzipien und Ziele an und setzt ihre Instrumente ein.
  • Du hast einen akademischen Abschluss oder eine Berufsausbildung mit mindestens fünf Jahren Berufstätigkeit danach.
  • Du berätst seit mindestens drei Jahren.
  • Du nennst drei Referenzen aus deiner Beratung.

Im Seminar lernst du die Checks kennen und probierst an Beispielen aus, wie du sie einsetzt. Die Re-Autorisierung ist ein Erfahrungsaustausch mit neuen Werkzeugen. Die Seminare bieten verschiedene Anbieter über das Jahr verteilt an. Die aktuellen Termine führt die Offensive Mittelstand.

Warum unterstützt der BDS SH die Autorisierung?

Weil Betriebe im Norden gute Beratung finden sollen und weil wer berät, im Netzwerk mehr bewirkt als allein. Als Partner der Offensive Mittelstand arbeitet der BDS SH nach deren Vereinbarung zur Zusammenarbeit in den Regionen: vom Betrieb aus denken, Kräfte bündeln und als Lotse den Kontakt zur passenden Kompetenz herstellen. Was das für Betriebe heißt, zeigt unser Beitrag Erst der Check, dann die Lösung.

Sprecher und Koordinator der Kooperation ist Jürgen Wirobski, Unternehmensberater und Beisitzender im Vorstand. Er lässt sich selbst gerade autorisieren und hält die Autorisierung für eine wertvolle Ergänzung und ein Qualitätsmerkmal für den eigenen Auftritt. Unterstützt wird er von Alexander Schilling, Beisitzender im Vorstand und Beauftragter des Vorstands für Kooperationen und Unternehmensvernetzung. Er will gemeinsame Netzwerktreffen in Präsenz anstoßen, mit bestehenden Netzwerken und mit Handels- und Gewerbevereinen vor Ort.

Unser Ziel: Weitere Professionals unserer Community sollen folgen. Je mehr autorisierte Beratende im Norden zusammenarbeiten, desto besser funktioniert der Lotse für die Betriebe.

Was haben Professionals der BDS SH Community davon?

Zwei Wege, gefunden zu werden, die sich ergänzen. Über die Offensive Mittelstand stehst du bundesweit in der Beratendendatenbank. Als Professional im BDS SH erscheinst du im Norden auf den Lösungsseiten, auf denen Betriebe Hilfe zu deinem Thema suchen.

Zwei Wege, gefunden zu werden: bundesweit über die Offensive Mittelstand und im Norden über die BDS SH Community

So kann das zusammenspielen:

  1. Ein Betrieb landet auf einer Lösungsseite, etwa zu Fachkräften, und findet dort dein Profil.
  2. Vor der Erstberatung füllt er einen passenden Check aus. Ihr sprecht über das Ergebnis, statt bei null anzufangen.
  3. Braucht es mehr, ist das nächste Gespräch vorbereitet. Bist du zusätzlich INQA-Coach, kann daraus ein gefördertes INQA-Coaching werden. Ob gefördert wird, entscheidet die Förderstelle.
  4. Berührt die Frage ein Thema außerhalb deiner Erfahrung, holst du jemanden aus der Community oder einen anderen Partner der Offensive Mittelstand dazu.

In deinem Profil kannst du die Autorisierung als Qualifikation nennen. Und du hast eine Bühne: Biete einen Impuls im MeetingPoint oder ein eigenes Webinar an. So erleben Betriebe deine Arbeit, bevor sie dich anfragen.

Du berätst und bist Mitglied, aber noch kein Professional?

Dann trennt dich nur ein kleiner Schritt von deinem Profil. Als ordentliches Mitglied wirst du kostenfrei Professional. Du schickst ein Foto, ein bis drei Themen und einen Satz dazu, wobei du hilfst. Wir stimmen das Profil mit dir ab.

Das bekommst du: eine eigene Profilseite mit Anfrageformular, einen Platz in der Community und auf den Lösungsseiten zu deinen Themen und die Bühne für Webinare und Fachvorträge. Das gibst du: ein gepflegtes Profil und eine kostenfreie Erstberatung von zwei bis drei Stunden für Betriebe mit einer konkreten Frage. Die Sichtbarkeit ist fair verteilt: gleiche Kachel für alle, wechselnde Reihenfolge, keine bezahlte Platzierung.

Bist du über einen unserer Mitgliedsvereine dabei, nutzt du alle Leistungen wie ordentliche Mitglieder. Als Professional erscheinen allerdings nur direkte Mitglieder.

Du bist noch nicht Mitglied im BDS SH?

Dann lern uns zuerst kennen. Rund 1.000 Mitglieder gehören dazu, direkt und über unsere Mitgliedsvereine. Am einfachsten geht das im MeetingPoint: jeden Donnerstag von 17 bis 18 Uhr online, kostenlos und ohne Anmeldung.

Die Autorisierung bringt dich in eine bundesweite Datenbank. Aufträge entstehen aber oft dort, wo man dich kennt. In der Community teilen Fachleute aus Beratung, Coaching und Training ihr Wissen. Wenn es passt, wirst du als ordentliches Mitglied Professional. Bist du zertifizierter INQA-Coach, bekommst du zusätzlich ein eigenes Coach-Profil.

Fazit: Ein Label, ein Netzwerk, zwei Wege, gefunden zu werden

Die Autorisierung ist ein überschaubarer Schritt: ein Tag Seminar, zwei Jahre Label und Listung, dazu Werkzeuge und Kolleginnen und Kollegen. Ob sie sich für dich lohnt, hängt davon ab, wie du arbeitest. Mit deinem Profil in der BDS SH Community wirst du zusätzlich dort gefunden, wo Betriebe im Norden fragen.

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Häufige Fragen

Muss ich Mitglied im BDS SH sein, um OM-Beraterin oder OM-Berater zu werden?

Nein. Die Autorisierung steht allen offen, die die Voraussetzungen der Offensive Mittelstand erfüllen. Als Professional in der Community oder als INQA-Coach auf unserer Website erscheinst du aber nur als ordentliches Mitglied.

Was kostet die Autorisierung?

Laut Offensive Mittelstand 335 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer, bei jedem Anbieter gleich (Stand Oktober 2026). Die Re-Autorisierung kostet dasselbe.

Wie lange gilt die Autorisierung?

Zwei Jahre. Danach verlängerst du sie mit einer Re-Autorisierung um weitere zwei Jahre.

Ist die Autorisierung ein staatliches Zertifikat?

Nein. Sie ist ein Qualitätsmerkmal der Offensive Mittelstand und beruht auf festen Mindestkriterien und regelmäßigem Austausch.

Bin ich mit der Autorisierung auch INQA-Coach?

Nein. INQA-Coach wirst du über das Förderprogramm INQA-Coaching, das ist ein eigener Weg. Beides passt aber gut zusammen.

Was bedeutet die Lotsenfunktion für mich als Beraterin oder Berater?

Hat ein Betrieb ein Anliegen außerhalb deines Fachs, stellst du den Kontakt zum passenden Partner her. Umgekehrt können andere dich empfehlen, wenn ein Betrieb genau deine Erfahrung braucht.

Wen spreche ich im BDS SH zur Kooperation an?

Jürgen Wirobski, Sprecher und Koordinator der Kooperation mit der Offensive Mittelstand. Am einfachsten schreibst du uns über das Formular auf unserer Seite zur Offensive Mittelstand.

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